Hoffen auf ein Wunder

Ist Methadon ein wirksames Mittel zur begleitenden Behandlung von Krebserkrankungen?

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Vor mehr als zwei Jahren wurde bei Sabine Kloske ein Glioblastom dia-gnostiziert. Ein solch schnellwachsender und bösartiger Hirntumor gilt derzeit als nicht heilbar. Maximal 15 Monate gaben Ärzte der damals 36-jährigen Patientin, für die eine Welt zusammenbrach: »Es war wirklich schlimm. Ich hatte so eine Angst, ich habe in den ersten Wochen nur geheult, weil man so gar keine Hoffnung hat.«

Inzwischen geht es Sabine Kloske wieder besser. Nach der chirurgischen Entfernung des Tumors kehrte dieser trotz anderslautender Prognosen der Ärzte nicht zurück. »Ich habe ein sauberes MRT-Bild. Für mich ist das ein Wunder.« Ein Wunder, das Kloske auf ein Medikament zurückführt, welches hauptsächlich als Drogenersatz Verwendung findet: Methadon. Zusätzlich zur Chemotherapie nahm sie davon nach der Operation zweimal täglich 35 Tropfen ein. Und sie ist überzeugt: »Ohne Methadon wäre ich heute nicht mehr da.«

Das 1937 von den Farbwerken Hoe...


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