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Schönheit und Schrecken

An diesem Montag feiert die Kunstwelt Emil Noldes 150. Geburtstag.

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Er, 1867 geboren als Sohn eines Bauernpaares im Dorf Nolde in Nordschleswig, zählt zu den Großen, die die Malerei vorangebracht haben. Bücher sagen, er habe die Romantik früh hinter sich gelassen, um endlich zu den wirklichen Schönheiten der Welt, gemischt mit deren Schrecken, vorzustoßen. Damals sogar als Avantgardist in technischen wie gestalterischen Belangen tituliert, gibt es bei ihm etwas höchst Merkwürdiges: Die technischen Errungenschaften seiner Zeit, der Siegeszug der Technik, der Elektrizität, der modernen Verkehrs- und Kommunikationsmittel, angetrieben durch den grausamen Wettstreit um die effizientesten Zerstörungsmittel im Ersten Weltkrieg, fehlen in seinem Werk. Das ist keine Störung bei ihm, vielmehr Mahnruf, der heute wie ein Weckruf erscheint. Denn Nolde stößt jenes Chaos uferloser Progression weit von sich, da es, wie er durchblicken lässt, die Kreisläufe der Natur stört und letztlich zerstört. Was den Globus umpflüg...


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