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Dekra sagt neue Jobs am Lausitzring zu

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 2 Min.

Vor knapp einem Monat war bekannt geworden, dass die Prüfgesellschaft Dekra den Lausitzring kaufen will. Am 1. November soll das Unternehmen, wenn alles nach Plan läuft, den Betrieb in Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) übernehmen.

Nun hat der neue Eigentümer des Rennsport- und Testareals erste Details zu seinem Vorhaben bekannt gegeben. Die Dekra will ihre Mitarbeiterzahl vor Ort verdoppeln. Derzeit seien knapp 100 Menschen, darunter Ingenieure und Techniker, im bereits bestehenden Testcenter neben der eigentlichen Rennstrecke beschäftigt, sagte der Leiter des Dekra Technology Centers, Volker Noeske, am Dienstag in Klettwitz. Ziel sei, dass es rund 200 werden. Die Prüfgesellschaft plant, auf dem Gelände ein riesiges Testzentrum für automatisiertes und vernetztes Fahren zu errichten.

Noeske äußerte anlässlich des Besuchs von Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD), der sich gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg, Steffen Kamradt, vor Ort über die Vorhaben der Dekra am Technologiestandort informieren ließ. Mit dabei waren auch der Cottbuser IHK-Chef Wolfgang Krüger und Vertreter von Landkreis und Kommune.

Der Motorsport auf der Rennstrecke spielt, wie sie erfuhren, künftig eine untergeordnete Rolle. Die Prüfgesellschaft selbst selbst will nicht als Veranstalter von Großevents auftreten, sei aber für Anfragen von Dritten offen, wie es hieß. Zwei Drittel der mehr als 40 Mitarbeiter des Lausitzrings will die Prüfgesellschaft nach eigenen Angaben übernehmen.

Zuletzt hatte sich abgezeichnet, dass für den Weiterbetrieb der Rennarena hohe Sanierungskosten in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags fällig würden.

Mit dem Bau der Rennstrecke war am 17. Juni 1998 auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohletagebaus begonnen worden. am 20. August ging sie unter dem sperrigen Namen »Eurospeedway Lausitz« in Betrieb. Die Kosten für den Bau des Lausitzrings beliefen sich auf 158 Millionen Euro, mit 123 Millionen Euro hatte das Land Brandenburg den Löwenanteil gefördert. Seit 2010 wieder unter dem Namen »Lausitzring«, war die Arena als Austragungsort von diversen Rennserien, »Freies Fahren für Alle« aber auch von Openair-Konzerten beliebt. mit dpa

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