Hendrik Lasch, Zwickau 12.08.2017 / Politik

Ein Flusensieb für den Lungwitzbach

Die »Jahrhundertflut« von 2002 beschäftigt Sachsen bis heute - 2,6 Milliarden wurden in Schutzmaßnahmen gesteckt

Schild in Dresden-Laubegast

Seit dem Hochwasser von 2002 ist der Lungwitzbach länger geworden. Runde 120 Meter hat er gewonnen, die oberhalb des Dorfes Niederlungwitz in eleganten Bögen zwischen Weiden und Wiesen verlaufen. Die Schlinge wurde künstlich angelegt und ist für den Fluss, was das Flusensieb in einer Waschmaschine ist. Sie hält Dreck zurück: Steine und Erde, die der Bach auf seinem Weg aus dem hügeligen westsächsischen Ackerland aufgesammelt hat. Alle ein bis zwei Jahre wird das Sieb gereinigt; Bagger kratzen das Schwemmgut aus dem Flussbett.

Vor 15 Jahren gab es die sogenannte »Sedimentfalle« am Lungwitzbach noch nicht - mit bösen Folgen für die Niederlungwitzer. Als am 12. August 2002 über Sachsen Regengüsse in nie erlebter Menge niedergingen, schwoll der Bach rasant an, riss Teile seines Ufers ab und rauschte dann als reißender Strom durch den Ort. Als der Pegel wieder gesunken war, stand der Schlamm mehr als kniehoch zwischen den Häusern. Um i...

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