Martin Koch 12.08.2017 / Kultur

Es war einmal in Amerika

Ein Knochenfund in Südkalifornien hat unter Paläoanthropologen heftige Diskussionen über den Zeitpunkt der Besiedelung des Kontinents ausgelöst

Auf einigen dieser fossilen Mastodonknochen im südkalifornischen San Diego fanden Wissenschaftler frühsteinzeitliche Bearbeitungsspuren.

Für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan besteht kein Zweifel: Nicht Christoph Kolumbus war der erste, der auf einem Schiff den Atlantik überquerte und danach amerikanischen Boden betrat. Andere hatten dies vor ihm schon getan. »314 Jahre vor Kolumbus erreichten muslimische Seefahrer im Jahr 1178 den amerikanischen Kontinent«, erklärte Erdoğan bei einem Treffen mit Muslimen in Lateinamerika. Zum Beleg führte er an, dass Kolumbus in seinem Tagebuch die Existenz einer Moschee auf einem Berggipfel an der kubanischen Küste erwähnt habe. Erdoğan schlug daher vor, an gleicher Stelle erneut eine Moschee zu errichten und die türkischen Schulbücher umschreiben zu lassen.

Natürlich stammt die Idee von der frühen islamischen Besiedlung Amerikas nicht von Erdoğan selbst. Sie geht auf den in Libanon geborenen Historiker und Muslimfunktionär Youssef Mroueh zurück, der sie erstmals 1996 in einem Artikel darlegte. Doch anders als...

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