Werbung

Wer ist schuld an der Cholera?

Roland Etzel zu einer eigentlich alarmierenden Meldung aus Jemen

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Cholera grassiert in Jemen. Das Schlimmste an dieser Nachricht ist: Sie ist keineswegs neu. Und - ebenso alarmierend - die Seuche ist keine Folge von Naturkatastrophen, sondern als Resultat eines erbarmungslosen Krieges gegen die Ärmsten der Halbinsel komplett menschengemacht.

Seit zehn Monate sterben Jemeniten an schlechtem Trinkwasser, viele tausend inzwischen, Besserung ist nicht in Sicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat genaue Zahlen, und sie hat jede Menge Hilfsmöglichkeiten. Aber helfen kann sie kaum. Zumindest nicht, solange der Krieg tobt, vor allem der Luftkrieg des Nachbarn Saudi-Arabien, der auf die Zerstörung auch sämtlicher Infrastruktur zielt, inklusive Wasserleitungen.

Die WHO hat darüber nun - in sehr diplomatischen Worten - in Genf erneut Klage geführt. Wie zu erwarten war, vergeblich. Auch die Bundesregierung ließ nichts verlauten, was auf Aktion in der Sache hindeuten könnte. Deutschland kann keine Schuld an den Ursachen des jemenitischen Bürgerkrieges zugemessen werden. Berlin kann Riad auch nicht zwingen, den Luftterror einzustellen. Aber es könnte die königlich-saudi-arabische Mordbande empfindlich treffen, zum Beispiel indem man ihre beträchtlichen hiesigen Konten einfriert. Bei Russen und Syrern geht das. Warum nicht bei saudischen Prinzen?

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen