Werbung

Antonow ist Moskaus Mann für Washington

Neuer Botschafter versteht sich als »Militär-Diplomat«

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Neuer russische Botschafter in den USA ist laut Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin seit dem 21. August Anatoli Antonow. Von 2011 bis 2016 diente der an der renommierten Moskauer Diplomatenschule MGIMO ausgebildete Außenpolitiker und Abrüstungsexperte als stellvertretender Verteidigungsminister. Er war dort zuständig für internationale Zusammenarbeit.

Mehr als drei Jahrzehnte war der heute 62-jährige Karrierediplomat im Außenministerium - seit 2016 als stellvertretender Minister - tätig. Im Jahr 2004 hatte er die Verwaltung für Sicherheit und Abrüstung übernommen. Er vertrat Russland bei den G8, leitete Regierungsdelegationen bei solchen Verhandlungen wie über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen, das Verbot von chemischen und biologischen Waffen und Exportkontrolle. 2009 verhandelte er über eine Begrenzung der strategischen Angriffswaffen. 2011 war Antonow an den russisch-amerikanischen Gesprächen über die Stationierung einer Raketenabwehr in Europa beteiligt.

Als Vize-Verteidigungsminister informierte Antonow am 15. April 2014 darüber, dass der Ukraine keine Militärtechnik von der Krim übergeben werde, weil sie gegen die Bevölkerung im Osten eingesetzt werden könnte. Im Februar 2015 kam er wegen der Übernahme der Halbinsel durch Russland auf die Sanktionslisten der EU und in der Folge Kanadas, Schwedens und der Ukraine. Der habilitierte Politikwissenschaftler und Vater einer Tochter gilt als harter Verhandler und nannte sich selbst einmal »Militär-Diplomat«. Antonow spricht Englisch und Birmanisch.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen