Werbung

Kein Friede im Osten

Klaus Joachim Herrmann über Waffenruhe im Donbass zum Schulanfang

  • Von Klaus Joachim Herrmann
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wer Waffenruhe zum Beginn eines Schuljahres vereinbart, erweist sich selbst als vielleicht doch lernfähig. Die Erkenntnis, dass der Weg zur Schule friedlich sein muss und Waffengänge nur furchtbaren Schaden und keinerlei Gewinn bringen, wäre einer Verallgemeinerung bis hin zu ernsthaften Verhandlungen über einen Friedensschluss würdig.

Jedoch zeigt schon die ebenso infame wie provokante Gleichsetzung der russischen und der faschistischen Hitlerarmee durch den ukrainischen Präsidenten am Vorabend, wie fern ein Friede im Osten ist. Als sich Kiew mit Gewalt nach Westen wandte, hatte der Osten nicht mitgewollt. Eben den Donbass trifft deshalb die Kiewer »Anti-Terrror-Operation«. Russland versteht sich als Garantiemacht der slawischen Schwestern und Brüder im Nachbarland und handelt im vollen Bewusstsein seiner Übermacht. So nahm Moskau der Ukraine nicht nur die Krim ab, sondern führt ihr auch immer wieder gern demütigend den Verlust der Halbinsel vor Augen.

Moskau wollte einst mit hartem Druck den Kiewer Schwenk verhindern und scheiterte, der Westen betrieb ihn rücksichtslos und erfolgreich. Als kläglicher Garant eines letzten Kompromisses versagte 2014 auch Berlin völlig. Zöge nun endlich einmal jeder selbst Lehren aus dem eigenen fatalen Vorgehen, wäre mehr möglich als eine Waffenruhe aus besonderem Anlass.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!