»Momentan hilft nur zeitweiliges Abschalten«

Fledermausforscher Christian Voigt über die Grenzen der Ultraschallortung der fliegenden Säuger und über nützliche Daten in Schubladen

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Fledermäuse gelten als die am stärksten durch Windkraftanlagen bedrohten Tiere. Wieso eigentlich? Schließlich besitzen sie eine sehr präzise Ultraschallortung.
Die Echo-Ortung hilft ihnen da gar nicht, weil ihr Orientierungssinn - auch die Echo-Ortung - auf ihre natürliche Umgebung eingestellt ist. So ein technisches Gerät wie eine Windkraftanlage überfordert sie. Die Rotorblätter bewegen sich so schnell, dass sie erst dann seitlich ins Blickfeld der Echo-Ortung kommen, wenn es zu spät ist, auszuweichen. Die Tiere haben mit ihrer Echo-Ortung nicht den Rundumblick wie wir. Das betrifft die direkten Kollisionen mit den Rotorblättern. Es gibt eine zweite Todesursache, das Barotrauma. Dabei kommen die Tiere überhaupt nicht in direkten Kontakt mit der Windkraftanlage, sie fallen den starken Druckschwankungen im Luftwirbel hinter den Windkraftanlagen zum Opfer. Die können so groß sein, dass sie letztendlich die inneren Organe der Fledermäus...


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