Werbung

Hurrikan »Harvey« wird stärker und erreicht US-Küste

Notstand in Texas ausgerufen / Warnung vor »katastrophalen« Überschwemmungen / Hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Mit heftigen Winden und peitschenden Regenfällen hat Hurrikan »Harvey« die Küste des US-Bundesstaates Texas erreicht. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) warnte vor möglicherweise »katastrophalen« Überschwemmungen und stufte den Wirbelsturm am Freitag auf die zweithöchste Kategorie herauf. »Harvey« könnte der schwerste Sturm in den USA seit dem Hurrikan »Katrina« werden, bei dem im Jahr 2005 mehr als 1.800 Menschen ums Leben gekommen waren. Gouverneur Abbott befürchtete »Rekord-Überschwemmungen in mehreren Regionen«.

Präsident Donald Trump rief auf Bitte des texanischen Gouverneurs Greg Abbott den Notstand für den Bundesstaat aus. Nach Angaben des NHC erreichte »Harvey« am Freitagabend um 22.00 Uhr nahe der Stadt Rockport die US-Golfküste. Zuvor hatte das NHC den Wirbelsturm auf die vierte von fünf Hurrikan-Kategorien heraufgestuft; »Harvey« erreichte inszwischen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 230 Stundenkilometern.

Am Freitag waren hunderttausende Menschen vor »Harvey« in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Gemeinden in Texas riefen die Anwohner auf, ihre Häuser zu verlassen. Auch Ölplattformen im Golf von Mexiko wurden geräumt. In der Hafenstadt Corpus Christi, einem wichtigen Knotenpunkt für die US-Ölindustrie, wurde der Flughafen evakuiert. Das NHC warnte vor der »vollständigen Zerstörung mobiler Häuser« und kündigte an, dass einige Gebiete »für Wochen oder Monate unbewohnbar« sein könnten.

Trump rief am Freitag den Notstand für Texas aus. Dies werde die »gesamte Kraft der Regierungshilfe« freisetzen, schrieb Trump von Camp David aus im Kurzbotschaftendienst Twitter. Abbott hatte Trump zuvor um die Ausrufung des Notstands gebeten. Dadurch können Bundesmittel zur Behebung der zu erwartenden Sturmschäden freigegeben werden. Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders kündigte zudem an, der Präsident werde Anfang kommender Woche nach Texas reisen.

Auch für den benachbarten Bundesstaat Louisiana wird heftiger Regen durch »Harvey« erwartet. Sorgen gibt es vor allem in New Orleans, dem Zentrum der »Katrina«-Katastrophe vor zwölf Jahren. Der Bürgermeister der Großstadt, Mitch Landrieu, erklärte, Rettungsfahrzeuge und Boote stünden bereit.

Für die Einwohner von sieben Bezirken an der Küste wurde eine Evakuierung angeordnet, sie müssen sich dem aber nicht beugen. In der Hafenstadt Corpus Christi mit gut 300 000 Einwohnern ist nach Angaben von Reportern vor Ort und der Zeitung »Caller Times« das öffentliche Leben weitgehend heruntergefahren.

Viele Menschen flüchteten sich von der Küste in Richtung der Städte San Antonio oder Austin im Landesinneren, die aber ebenfalls von den Ausläufern »Harveys« erreicht werden könnten. Die Auswirkungen sollen bis hinauf nach New Orleans zu spüren sein. Texas erlebte seinen letzten Hurrikan 2008, er trug den Namen »Ike«. Damals starben dort sowie in Louisiana und Arkansas 21 Menschen. »Ike« gilt als vergleichsweise kleiner Hurrikan. Agenturen/nd

Rosa - Dietz-Verlag

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen

Das Blättchen Heft 20/18