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500 000 gegen den Terror

Zahl der Todesopfer von Barcelona auf 16 gestiegen

Berlin. Nach Großdemonstrationen für die Unabhängigkeit Kataloniens und für die Aufnahme von mehr Flüchtlingen haben die Katalanen am Wochenende einmal mehr ihre Meinung in beeindruckender Zahl auf die Straßen von Barcelona getragen: gegen Terror und Gewalt.

»Ich habe keine Angst«, »Die beste Antwort: Frieden«, »Felipe, wer Frieden will, handelt nicht mit Waffen«, »Nein zur Islamophobie«, »Eure Kriege, unsere Toten« oder schlicht »Fuck Daesh (IS)« war auf den unzähligen Schildern zu lesen. Rund eine halbe Million Menschen gedachte der Opfer von Barcelona und Cambrils vom 17. August und demonstrierte dafür, sich ein Leben in Freiheit nicht von den Mördern nehmen zu lassen. Angeführt wurde der Zug von Polizisten, Feuerwehrleuten, Sicherheitskräften und Sanitätern, die nach den Attentaten den Opfern halfen. Auch die Repräsentanten der in Katalonien nicht so beliebten spanischen Zentralregierung, König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy, nahmen an der Veranstaltung teil - und wurden ausgepfiffen. Kleinere Kundgebungen fanden auch in anderen spanischen Städten statt. In Ripoll rief die Schwester eines der mutmaßlichen Attentäter, Hafida Oukabir, in einer vom katalanischen Fernsehen übertragenen Rede dazu auf, die »islamistische Botschaft zurückzuweisen«. Es handele sich um eine »perverse Ideologie, die keinen Sinn und keinen Grund« habe.

Bei den Anschlägen waren mindestens 16 Menschen tödlich verletzt worden, die meisten davon, als ein Terrorist in Barcelona einen Lieferwagen auf dem Boulevard »La Rambla« in die Menschenmenge steuerte. Erst am Sonntag starb eine 51-jährige Deutsche an ihren schweren Verletzungen.

Unterdessen versetzten ein Messerangriff auf Soldaten in Brüssel sowie eine Schwertattacke vor dem Buckingham Palace in London Bevölkerung und Polizei in Alarm. In beiden Fällen wird wegen Terrorverdachts ermittelt. rst/mit Agenturen Seite 8

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