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Zu viele Wanderwege im Harz

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Clausthal-Zellerfeld. Im Harz soll es bald deutlich weniger, dafür aber attraktivere Wanderwege geben als bisher. Weil das seit Ende des 19. Jahrhunderts stetig gewachsene Wegenetz teilweise unüberschaubar und in vollem Umfang nur noch schwer zu unterhalten ist, soll es im Rahmen eines von der EU geförderten Projekts ausgedünnt und gleichzeitig optimiert werden. Von den derzeit rund 10 000 Kilometer Wanderwegen könnten am Ende möglicherweise nur noch etwa 7500 Kilometer übrig bleiben, schätzt Christian Resow vom Harzklub.

Der Heimat-, Wander- und Naturschutzbund, dem rund 13 000 Mitglieder in den Harz-Anrainerländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angehören, kümmert sich traditionell um Instandsetzung und Ausschilderung der Wanderwege im Harz. Obwohl sich viele Mitglieder aktiv beteiligten, sei die Pflege des kompletten Wegenetzes dauerhaft kaum zu leisten, sagte Hauptwanderwart Karl Leyrer. Besonders bei Wegen, die kaum begangenen werden, stünden Aufwand und Nutzen in keinem guten Verhältnis. Hinzu komme, dass es angesichts der Vielfalt der Wanderwege Routen gebe, die in geringem Abstand voneinander parallel verlaufen. Da sei es sinnvoller, nur noch eine dieser Routen instand zu halten, sagte Leyrer. »Wir machen so eine Art Entrümpelung.« dpa/nd

Foto: dpa/Hans-Henning Fränkel

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