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Mehr Todesopfer durch Streubomben

Monitor 2017 in Genf vorgestellt

Genf. Obwohl Streubomben durch eine 2010 in Kraft getretene internationale Konvention weltweit geächtet sind, kamen nach einer neuen Schätzung 2016 durch diese Waffen doppelt so viele Menschen ums Leben wie im Jahr davor. Insgesamt gab es mindestens 971 Opfer, wie aus dem am Donnerstag in Genf präsentierten Streubombenmonitor 2017 hervorgeht. Die weitaus meisten starben dabei im Bürgerkriegsland Syrien, insgesamt 860. Weitere Opfer gab es demnach vor allem in Laos in Südostasien und in Jemen auf der Arabischen Halbinsel.

Einen Lichtblick vermerkt der Bericht für das vergangene Jahr: Der einzige noch bestehende US-Hersteller von Streumunition, Textron Systems, kündigte 2016 die Einstellung der Produktion an. Die USA gehören wie Russland und China nicht zu den 119 Unterzeichnern des internationalen Übereinkommens zum Verbot des Einsatzes und der Herstellung dieser Waffenart. Streubomben setzen beim Einsatz zahlreiche kleinere Sprengsätze, sogenannte Submunitionen, frei. dpa/nd Seiten 4 und 7

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