Glück beim Neuanfang

Die Syrerin Lama Sharba über Flucht, Alltag und die Hoffnung auf Frieden

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Wir treffen uns an einem warmen Sommernachmittag in Berlin-Neukölln. Die Sonne scheint, im Park wird Tischtennis gespielt, ein Tanzpaar übt Drehungen. Beim Cappucchino erzählt Lama Sharba von ihrer Ankunft in Deutschland. Die 35-jährige Syrerin sagt, sie habe großes Glück gehabt - trotz Krieg, Verfolgung und Flucht. Lama Sharba ist ihrem Mann nach Deutschland gefolgt, ganz legal.

Der Karikaturist und Filmemacher arbeitete 2013 im französischen Montpellier an seinem systemkritischen Dokumentarfilm »Aus meinem syrischen Zimmer«, als klar wurde, er kann nicht zurück. Hazem Alhamwi entschied gemeinsam mit seiner Frau, zu versuchen, in Deutschland Asyl zu beantragen. Was folgte, war eine Zeit der Ungewissheit, bis im Frühjahr 2014 die Nachricht kam: Antrag bewilligt. Damit hatten sie Anspruch auf privilegierten Familiennachzug.

Für später eingereiste Landsleute gilt diese Regelung nur noch formal, denn die meisten erhalten keinen ...

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Das Blättchen Heft 19/18