Toter Elch lag auf der A 12

Fürstenwalde. Ein toter Elch ist auf der Autobahn A 12 geborgen worden. Das Jungtier sei vermutlich angefahren worden, es gebe keine Schussspuren, teilte die Autobahnpolizei am Dienstag mit. Autofahrer hätten am Morgen gemeldet, dass der Kadaver auf dem Standstreifen und der rechten Spur bei der Anschlussstelle Fürstenwalde-West (Oder-Spree) liege.

Seit Jahren werden immer wieder im Osten, aber auch im Süden Brandenburgs Elche gesichtet. Die Tiere gelten als Besucher oder auch Grenzgänger aus anderen Gebieten, vor allem aus Polen. Bislang geht das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde nicht davon aus, dass es in Brandenburg wieder eine stabile Population von Elchen gibt.

Das Tier sei nach der Bergung ins Naturkundemuseum in Potsdam gebracht worden, teilte das Umweltministerium mit. Der Tierpräparator des Museums, Christian Blumenstein, sagte: »Wir hatten Interesse angemeldet.« Es sei der erste Elche aus Brandenburg, den das Museum erhalten habe. Dem Kadaver wurde im Museum noch am Dienstag das Fell abgezogen. Es werde später gegerbt und komme in die wissenschaftliche Sammlung. Der Schädel könne präpariert werden, hieß es.

2017 sind bereits mehrfach Elche in Brandenburg gesichtet worden. Laut Umweltministerium will ein Hobbyjäger das tote Tier von der A12 wiedererkannt haben. Im August hatte Ronald Fehling nach eigenen Angaben im Raum Golzow (Märkisch-Oderland) in Ostbrandenburg zwei Jungbullen gesichtet, die die Gegend durchstreiften.

Seit kurzem können in Brandenburg gesichtete Elche den Behörden auch per Online-Formular gemeldet werden. Die Daten fließen in den Elch-Managementplan ein, der 2018 überarbeitet werden soll. 13 Meldungen seien 2017 bereits eingegangen, zuletzt am Samstag. Danach sei ein Elch mitten am Tag im Landkreis Märkisch-Oderland gesichtet worden, hieß es im Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde.

Männliche Elche in Mitteleuropa können etwa 2,30 Meter groß und 2,70 Meter lang werden. Allein der Schädel misst gut einen halben Meter. Bullen erreichen ein Gewicht von mehr als 500 Kilogramm. dpa/nd

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Das Blättchen Heft 24/17