Werbung

Ökosystem im Kleinen

Wissenschaftler forschen zu Artensterben

  • Von Gitta Keil, Bad Lauchstädt
  • Lesedauer: 2 Min.
Unterstütze das nd mit einem monatlichen Beitrag

Minimum 2,50 Euro/Monat

...oder einem Abo oder einer Spende:

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Vielleicht später...

Auf den ersten Blick sieht es aus wie das Innere einer Raumstation. Monotones Brummen, fremdartiger Lichtschein und wundersame Glasvitrinen, zu denen Schläuche und Leitungen führen. Im Inneren breiten sich diverse Pflanzen aus. »Ecotron« heißt diese Versuchsanlage, die das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung iDiv Halle, Jena, Leipzig gemeinsam betreiben. Beide Einrichtungen haben ihren Hauptsitz im sächsischen Leipzig. Das »Ecotron« haben sie auf der Feldversuchsstation des UFZ in Bad Lauchstädt bei Halle aufgebaut.

Hier werden Ökosysteme simuliert, wie der Leiter der Anlage, Nico Eisenhauer sagt. »Das Besondere ist, dass wir in den 24 Versuchskammern komplette Ökosysteme nachbilden können.« Der Sinn dahinter: Bei den Versuchen soll geklärt werden, was in Ökosystemen geschieht, wenn es bestimmte Arten darin nicht mehr gibt. Es geht darum, die Wechselwirkungen der Nahrungskette zwischen Pflanzen, Tieren, Mikroben und Boden zu untersuchen.

Mittels modernster Technik können die unterschiedlichsten Bedingungen simuliert werden, Kameras zeichnen alles auf. Bis Ergebnisse vorliegen, wird es noch Jahre dauern, weiß der 37-jährige Wissenschaftler. Zumal sich die Anlage derzeit noch im Pilotstadium befindet. Genau unter die Lupe nehmen wollen die Grundlagenforscher das System Wiese mit acht krautigen Pflanzenarten in den Kammern.

»Wir haben komplexe Gemeinschaften gebildet, im Boden und oberhalb und untersuchen nun die Wechselwirkungen«, erläutert Eisenhauer. Dazu können die Forscher in den geschlossenen Kammer-Systemen bestimmte Tier- oder Pflanzenarten austauschen oder ganz entfernen. Wie viel Artensterben verkraftet ein Ökosystem? Können bestimmte Funktionen von anderen Arten übernommen werden?

UFZ-Wissenschaftler schätzen den weltweiten wirtschaftlichen Nutzen, den Insekten durch ihre Bestäubungsleistungen für die Landwirtschaft erbringen auf etwa 150 Milliarden Euro. Die Forscher erhoffen sich, dass das iDiv-Ecotron eines Tages einen Blick auf eine künftige Welt mit weniger Arten ermöglicht. »Wenn wir Anleitungen dazu geben wollen, wie wir mit unseren Ökosystemen umgehen sollen, dann müssen wir sie verstehen«, sagt Eisenhauer.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG hat laut UFZ die Anlage mit drei Millionen Euro gefördert und finanziert zwei Mitarbeiter. Das UFZ beteiligt sich zudem mit einer drei viertel Million Euro. dpa

PYEONGCHANG 2018

Ein politischer Blick auf die Winterspiele.

14 Tage kostenlos und unverbindlich: Testzugang zu unserem Digitalabonnement.

Jetzt testen!

nd-Kiosk-Finder