Werbung

Druck auf Myanmar wächst

Menschenrechtler fordern Sanktionen gegen das Land

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rangun. Angesichts der Gewalt gegen die Rohingya-Minderheit in Myanmar wächst der Druck auf die Regierung des südostasiatischen Landes. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) forderte die Vereinten Nationen am Montag auf, Sanktionen gegen die Armee Myanmars zu verhängen. »Der UN-Sicherheitsrat und betroffene Länder sollten gezielte Sanktionen und ein Waffenembargo gegen das myanmarische Militär verhängen und so dessen Kampagne der ethnischen Säuberung gegen Rohingya-Muslime beenden«, forderte HRW am Montag. Auch müsse die Krise der Rohingya bei der am Dienstag beginnenden Generaldebatte der UN-Vollversammlung zur Priorität gemacht werden und Sanktionen gegen Beamte aus Myanmar erlassen werden, die an Verstößen gegen die Menschenrechte beteiligt seien.

Die Regierung von Myanmar hatte am Sonntag angedeutet, nicht alle über die Grenze nach Bangladesch geflohenen Rohingya zurückzunehmen. Bestimmten Flüchtlingen wird vorgeworfen, Verbindungen zu den Rebellen im Bundesstaat Rakhine zu unterhalten. Dies dürfte bei Bangladeschs Regierungschefin Sheikh Hasina für Verärgerung sorgen. Sie will am Dienstag an die UN-Vollversammlung appellieren, ihrem Land in der Flüchtlingskrise zu helfen und den Druck auf Myanmar zu erhöhen, alle Rohingya zurückzunehmen. In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka demonstrierten am Montag mindestens 20 000 radikale Islamisten gegen die Gewalt gegen die Rohingya.

Nach UN-Angaben stieg die Zahl der Rohingya-Flüchtlinge mittlerweile auf mehr als 410 000. Die wegen des Konflikts stark unter Druck stehende De-facto-Regierungschefin von Myanmar, Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, will am Dienstag erstmals in einer Rede Stellung zum aktuellen Konflikt nehmen.

Auch die indische Regierung beschäftigt sich mit den Rohingya und drängt auf eine Ausweisung von bis zu 40 000 Rohingya-Flüchtlingen, worüber der Oberste Gerichtshof entscheiden muss. In einem Regierungsschreiben an das Gericht hieß es am Montag, einige der Flüchtlinge aus Myanmar stellten ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar. Sie gefährdeten Buddhisten und indische Staatsbürger. Die Rohingya-Flüchtlinge weisen jegliche Verbindung mit islamischen Extremisten zurück. Nach UN-Angaben sind 16 000 Rohingya in Indien registriert. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen