Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Nicht oft genug perfekt

Bei der EM in Aserbaidshan müssen die deutschen Volleyballerinnen nach der zweiten Niederlage einen Umweg ins Viertelfinale nehmen

  • Von Kirsten Opitz, Baku
  • Lesedauer: 3 Min.

Eine Niederlage dient als Mutmacher für das schwere Alles-oder-nichts-Spiel. »Wenn wir unser Niveau von Montag halten, können wir echt was reißen«, sagt Libero Lenka Dürr vor dem EM-Achtelfinale der Volleyballerinnen an diesem Mittwoch (18.30 Uhr auf Sport1) gegen Bulgarien. Bundestrainer Felix Koslowski war nach der über weite Strecken gelungenen Vorstellung im letzten Vorrundenspiel gegen Co-Gastgeber Aserbaidshan (1:3) sogar ins Schwärmen geraten. »Wir haben im ersten Satz für unsere Verhältnisse fast an der Perfektion gespielt. Das ist das Niveau, wo wir hin wollen«, so Koslowski, der in Baku mit einer jungen und wenig erfahrenen Mannschaft antritt.

Nach der knappen 2:3-Auftaktniederlage gegen Polen und dem 3:1 gegen Ungarn wären die Deutsche mit einem klaren Sieg direkt ins Viertelfinale eingezogen. Durch die Niederlage steht dem Gruppendritten nun der Umweg über die Playoffs bevor.

Zuletzt ging es beim Grand Prix im Juli gegen Bulgarien, Deutschland gewann 3:2. Seitdem hat sich der Gegner allerdings deutlich verbessert. Der Weltranglisten-17. schloss die schwere Gruppe C hinter Russland als Zweiter ab. Im Spiel gegen den Titelverteidiger überzeugte das Team um die 1,94 Meter große Starangreiferin Jeliza Wasilewa und verlor nur knapp mit 2:3.

»Bulgarien ist physisch ähnlich stark wie Aserbaidshan, spielt noch mit etwas mehr Technik. Wir müssen dieses Spiel genauso angehen wie das am Montag«, sagt Dürr. Koslowski blickt bereits über das Turnier hinaus: »Es ist wichtig, dass wir viele Spiele auf diesem Niveau bekommen und auf diesem Standard trainieren können. Dann schaffen wir es auch, dieses Niveau zu halten.«

Für den 33-Jährigen ist die EM eine wichtige Zwischenstation auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio 2020. Um Spielführerin Maren Fromm und Libero Dürr hat Koslowski eine talentierte Mannschaft zusammengebastelt, der es allerdings an Wettkampfhärte fehlt. Mit den Besten Europas können seine Spielerinnen noch nicht konstant mithalten. Im Spielverlauf schleichen sich Unkonzentriertheiten und Fehler ein, die den Sieg kosten können. »Wir verlieren in ein, zwei Situationen ein bisschen den Kopf. Das sind typische Anzeichen dafür, dass es noch an Erfahrung fehlt, um die richtige Entscheidung zu treffen«, sagt Koslowski.

Sein Team ist im Schnitt 24,6 Jahre alt, sieben Debütantinnen sind in Baku dabei. Überzeugen konnte bisher Diagonalangreiferin Louisa Lippmann, bei ihrer ersten EM in allen drei Vorrundenpartien beste Punktelieferantin der Mannschaft. Neben Lippmann durften sich im Mittelblock auch die Neulinge Marie Schölzel, Leonie Schwertmann sowie Lisa Gründing ausprobieren.

Mit der Leistung seiner Mannschaft ist der Bundestrainer insgesamt zufrieden. Zusätzliches Selbstvertrauen verleiht ein Blick in die Vergangenheit, acht der letzten neun Begegnungen gegen Bulgarien gingen an die deutschen Volleyballerinen. Daran wollen sie nun anknüpfen und die Zielvorgabe Viertelfinale erfüllen. SID/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln