Werbung

Wenn Schäuble das kleinere Übel ist

Nelli Tügel über die grausigen Aussichten auf einen FDP-Finanzminister

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wolfgang Schäuble wird Bundestagspräsident. Das heißt vor allem: Die »schwarze Null« wird nicht mehr Finanzminister sein. Anlass zur Hoffnung, dies möge ein Ende des fetischhaften Schuldenabbaus, der Haushaltsdisziplin und der brutal erzwungenen »Strukturreformen« in Südeuropa bedeuten, gibt es aber kaum. Im Gegenteil: Es könnte noch schlimmer kommen.

Mit der FDP bringt sich eine Partei als Anwärter auf die Übernahme des Finanzministeriums in Stellung, die vor der Wahl als noch härterer Zuchtmeister der schwachen EU-Staaten aufgetreten ist und zum Beispiel die schon überwunden geglaubte Idee eines Grexit wieder ins Gespräch brachte. Nicht zufällig ist der Griechische Börsenindex um zehn Prozent abgestürzt, seit das Ende von Schwarz-Rot in Aussicht steht und Jamaika winkt.

Aber auch für die vom französischen Präsidenten am Dienstag angefachte Debatte über eine »Neugründung« der EU würde ein Finanzministerium in FDP-Hand wohl das vorzeitige Ende bedeuten. Mit Lindner und Konsorten ist von dem, was Emmanuel Macron finanz- aber auch sozialpolitisch vorschwebt, nichts zu machen. Und am deutschen Finanzminister vorbei - das hat Altmeister Schäuble in den vergangenen Jahren ja nun eindrucksvoll demonstriert - wird in der EU kein Schritt getan.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen