Werbung

Kataloniens Bürger auf der Straße

Martin Ling über den Tag des Protestes gegen die Polizeigewalt

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

»Ich will keine Unabhängigkeit, aber ich kann nicht zu Hause bleiben, während mein Volk verprügelt wird.« Dieser Slogan auf Katalanisch, wo das Wort poble wie auch im Spanischen pueblo weit weniger völkischen Charakter hat als aus historischen Gründen hierzulande, stand auf einem Plakat bei einer Demonstration am 3. Oktober in Girona. In ganz Katalonien gingen Hunderttausende auf die Straßen, um klar zu machen, dass Gewalt nie ein Mittel der Politik sein sollte. In Katalonien sind laut Umfragen 70 bis 80 Prozent für das Selbstbestimmungsrecht der Völker - für die Unabhängigkeit ist man damit noch lange nicht, jedoch für das Recht auf Entscheidung in einem demokratischen Rahmen. Dieser wurde am 1. Oktober von der spanischen Polizei auf Geheiß der Regierung in Madrid nicht gewährt. Das Argument der Illegalität des Referendums zieht in Katalonien auch bei den Unabhängigkeitsgegnern nicht, spätestens dies hätte in Madrid zur Einsicht verhelfen müssen, einen anderen Weg einzuschlagen als die Polizeigewalt.

Einsicht ist von der Regierung von Mariano Rajoy in Madrid nicht zu erwarten. Solange die EU in Passivität verharrt und im spanischen Parlament kein Misstrauensvotum gegen Rajoy auf den Weg gebracht wird, obwohl er keine Mehrheit hat, werden die katalanischen Straßen voll bleiben.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen