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»Das Wachstum ist gar nicht so leicht, weil die BVG das über Jahrzehnte nicht gewöhnt war«, sagte die Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Evelyn Nikutta, am Mittwochabend. Immerhin schraubte das Landesunternehmen die Mitarbeiterzahl innerhalb von sieben Jahren um 2000 Beschäftigte auf nun 14 400 hoch, die Zahl der beförderten Fahrgäste stieg von 922 Millionen im Jahr 2010 auf 1,045 Milliarden 2016. Irgendwie hat das also trotzdem geklappt. Allerdings lag dem kein großer Plan zu Grunde.

Es sind einfach mehr Berliner in der Zeit geworden, die ein bisschen öfter als früher U-Bahn, Bus und Tram nutzen. Die BVG ist nicht mit einem größeren Angebot in Vorleistung gegangen. Das hätte der Senat auch bestellen müssen. Der steigende Zuspruch hatte das Angebotswachstum einfach erzwungen.

Nikutta wurde 2010 vom damaligen Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) als BVG-Vorstandschefin berufen, um den Betrieb schlank zu sparen, wie es hieß. Also Reserven bei Personal und Material abbauen, auch wenn darunter im Zweifelsfall der stabile Betrieb leidet.

Die Effizienz durch Investitionen zu erhöhen, das gehörte offensichtlich nicht zum Instrumentarium. Denn nichts anderes bedeutet der Ausbau der Tram. Ein einzelner Fahrer bringt mit einer Straßenbahn mehr Menschen von A nach B als mit einem Bus. Es ist im betriebswirtschaftlichen Interesse der BVG, neue Straßenbahnstrecken zu bauen. Soll ja jetzt auch geschehen. Aber das liegt am Regierungswechsel zu Rot-Rot-Grün, nicht am Engagement von Nikutta. Auf die Frage, ob sie nicht ein durchaus sinnvolles Spandauer Straßenbahnnetz befürworten würde, kam als Antwort nur der Verweis auf den Koalitionsvertrag. Mit solchem Führungspersonal wird das nichts mit der Verkehrswende.

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