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Friedensnobelpreis für die internationale Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN

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Berlin. »Wenn nicht in diesem Jahr, wann dann?«, fragt Xanthe Hall, Mitbegründerin der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) in Berlin. Angesichts der derzeitigen Eskalation im Atomkonflikt mit Nordkorea und dem drohenden Scheitern des Atomabkommens mit Iran setzt die Verleihung des Friedensnobelpreises ein starkes Signal. Erst im September hatten auf der UN-Generalversammlung 53 Staaten den UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet, der nächstes Jahr in Kraft treten könnte.

Die Nobelpreiskommission würdigte ICAN für deren »Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen jeglichen Einsatzes von Atomwaffen zu lenken«. Auch die »bahnbrechenden Bemühungen um ein vertragliches Verbot solcher Waffen« wurden herausgehoben. Der Vertrag sei »wie eine Rebellion im Stillen«, sagte Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland, in Berlin: »Eine Rebellion der schwachen Staaten.« Sie hielten den Atommächten, von denen keine an den Verhandlungen teilnahm, ein Stoppschild hin. An die Bundesregierung richtete Hach die Forderung, dem Vertrag beizutreten.

Weltweit fand die Auszeichnung des Nobelpreiskomitees Zustimmung. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini nannte die Auszeichnung für ICAN ein »starkes Zeichen für die Abrüstung«. Der frühere sowjetische Staatschef und Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow begrüßte die Wahl: »Eine Welt ohne Atomwaffen - ein anderes Ziel kann es nicht geben!« Auch Überlebende der Atomwaffenangriffe der USA auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im August 1945 gratulierten ICAN. Der Nagasaki-Überlebende Shigemitsu Tanaka sagte, Ziel müsse es sein, dass der UN-Vertrag über ein Atomwaffenverbot so bald wie möglich in Kraft trete. Agenturen/nd Seite 6

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