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Der stille Junge

Andrés Pi Andreu ist einem Rätsel auf der Spur

Warum er die ganze Zeit unbeweglich am Fenster steht und nie herauskommt, um mit ihnen zu spielen, wundern sich die Kinder. Wenn man ihn grüßt, reagiert er nicht, schaut nur weiter geradeaus, »als ob er etwas suchen würde, das er sehr weit entfernt verloren hat«. Ist der Junge womöglich blind? Aber warum schließt er dann schnell die Gardinen, wenn die Sonne zu ihm ins Zimmer scheint? Und wenn er gar ein Vampir wäre?

Andrés Pi Andreu/Kim Amate: Der Junge hinter dem Fenster.
A. d. Span. v. Mona Steigerwald. Alibri, 30 S., geb., 15 €

Zwei Brüder haben nun Spaß an der Vorstellung, wie sie einen Vampir besiegen könnten. Pflöcke, Weihwasserpistolen, Knoblauchbreibomben, Eier. Wozu Eier?, fragt der Größere. Naja, ein paar faule Eier würden wohl selbst einen erkälteten Werwolf dazu bringen, sich zu übergeben. Und wie sollen sie in die Wohnung des Vampirs kommen?

Von dem in Kuba geborenen Andrés Pi Andreu ist dies recht lustig aufgeschrieben, und Kim Amate aus Barcelona hat tolle Action-Bilder dazu gemalt. Doch das Buch endet in Nachdenklichkeit, als die kleine Schwester Marie hinzukommt. Sie weiß nämlich, warum der Junge hinter dem Fenster steht. - Ach, Mädchen sind doch immer so schlau.

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