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Thüringer Schulleiter sollen Besoldungsstufe überspringen können

Erfurt. Um den Beruf des Schulleiters in Thüringen attraktiver zu machen, will Landesbildungsminister Helmut Holter (LINKE) Lehrer in Führungspositionen besser bezahlen. Künftig sollten diejenigen, »die eine Leitungsstelle übernehmen, auch eine Besoldungsstelle überspringen können«, sagte Holter am Dienstag in Erfurt. Derzeit würden Schulleiter in Thüringen zum Teil nach A12 oder A13 bezahlt - obwohl sie Anspruch auf A15 oder A16 hätten. Die entsprechende Gesetzesänderung solle 2018 verabschiedet werden, sagte Holter. Zugleich kündigte er an, im ersten Quartal 2018 einen Thüringen-Plan »Zukunft Schule« vorzulegen. Darin sollen Maßnahmen gegen den häufigen Unterrichtsausfall im Freistaat enthalten sein. Holter war vor seinem Amtsantritt im August Mitglied der Kommission »Zukunft Schule«. Diese war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Freistaat sein Schulsystem grundlegend reformieren muss, um die von der Landesregierung abgegebene Unterrichtsgarantie zu erfüllen. Im Land fielen Holter zufolge nach jüngsten Zahlen von März 5,3 Prozent des Unterrichts aus. dpa/nd

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