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Wachablösung

Der israelische Saxofonist Oded Tzur spielt im A-Trane

  • Von Hansdieter Grünfeld
  • Lesedauer: 1 Min.

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Wer von Jazz aus Israel spricht, kommt nicht an Gilad Atzmon vorbei. Geboren 1963, promovierter Philosoph und Palästinenserfreund, spielt er ausdrucksstark und unverwechselbar Saxofone, Klarinetten und Flöten. Doch nun scheint Wachablösung angesagt zu sein, und zwar in Gestalt des jüngeren Saxofonisten Oded Tzur. Mit der Produktion »Translator’s Note« legte der in New York lebende Künstler bereits das zweite Album vor, das seine Absicht, indische und israelische Musik unter Zuhilfenahme von Jazz zu verquicken, nicht besser demonstrieren könnte. Da wachsen beglückend, wenn auch nur marginal, die Schatten von John Coltranes modalen Einspielungen empor. Fachkundige Unterweisung erhielt der grandiose Virtuose 2007, als er am Rotterdamer Konservatorium auf den indischen Flötisten Hariprasad Chaurasia traf, der dort die Abteilung für nordindische Musik leitet.

Wieder hat Oded Tzur die Produktion »Translator’s Note« mit dem Pianisten Shai Maestro, dem Schlagzeuger Ziv Ravitz, beide Israelis, und dem griechischen Bassisten Petros Klampanis eingespielt. Fünf Titel kamen auf Rille. Mit »Lonnie’s Lament«, dem letzten Stück, lässt John Coltrane als Komponist grüßen.

Der Konzertbesuch der Oded-Tzur-Gruppe ist zu empfehlen, der Kauf von »Translator’s Note« für Neutönerfreunde ein Muss.

Konzert am 11.10., 21 Uhr, im A-Trane, Pestalozzistr. 105, Charlottenburg

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