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27 neue Standorte für Flutungspolder

Weitere Deichverlegungen in Sachsen-Anhalt geplant

Magdeburg. Zum Schutz vor Hochwasser sollen die Flüsse in Sachsen-Anhalt mehr Raum zur Ausbreitung erhalten. Nach genauen Prüfungen seien 27 Standorte für Deichrückverlegungen und Flutungspolder gefunden worden, teilte Landesumweltministerin Claudia Dalbert (Grüne) am Dienstag in Magdeburg mit. Kämen sie zustande, würden 12 500 Hektar Flutungsraum wiedergewonnen. »Jetzt wollen wir beginnen, diese Maßnahmen umzusetzen«, erklärte Dalbert. Das werde mindestens zwei Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Dafür sei schätzungsweise eine halbe Milliarde Euro aus nationalen und europäischen Fonds nötig.

Das Programm »Mehr Raum für unsere Flüsse« werde die Hochwasserschutzkonzeption 2020 ergänzen. Bis zu diesem Jahr sollen alle Deiche den aktuellen Standards entsprechen, derzeit ist das bei 60 Prozent geschafft.

Dalbert betonte, das Land nehme Hochwasser- und Naturschutz gleichzeitig in den Blick. »Wir wollen, dass unsere Hochwasserschutzmaßnahmen nicht nur unser Hab und Gut schützen, sondern auch der Flora und Fauna in den Flussauen guttun.« Als Beispiel nannte die Ministerin die Deichrückverlegung in Lödderitz, nach der 900 Hektar Auenwald für die Entwicklung der natürlichen Elbaue zur Verfügung stehen.

Wichtig sei auch, die Öffentlichkeit von Beginn an in die Planung einzubeziehen. »Es ist mir ein großes Anliegen, die Menschen von Anfang an zu informieren und einzubinden«, erklärte Dalbert weiter. Hinweise sollten aufgenommen werden und es solle immer wieder erklärt werden, warum was getan werde. dpa/nd

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