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Vor mehr als zehn Jahren wurden erstmals die Schicksale westdeutscher Heimkinder publik. In der alten Bundesrepublik gab es rund 3000 Heime mit mehr als 200 000 Plätzen, vier von fünf Heimen waren kirchlich, zumeist von katholischen Frauen- und Männerorden betrieben. In der DDR gab es 600 Heime für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Kategorien. Sie sind immer wieder Gegenstand von reißerisch aufgemachten Titelgeschichten in den Medien. Ausgerechnet »Der Spiegel« erhob sich selbst zum Anwalt der »Opfer zweiter Klasse«, ehemaliger ostdeutscher Heimkinder, die »sexuellen Missbrauch, Isolationsfolter, vollkommene Rechtlosigkeit«, »die Hölle auf Erden« erlitten hätten.

Um zu einer Versachlichung der stetig wiederkehrenden, emotionsgeladenen Debatte beizutragen, befragte Frank Schumann für »neues deutschland« einen Zeitzeugen, der für die Heimerziehung in der DDR mit verantwortlich war: Professor Eberhard Mannschatz.

Der Wissenschaftler, der am gestrigen Sonntag seinen 90. Geburtstag beging, war in seiner Heimatstadt Dresden Leiter des Jugendamtes, bevor er nach Studium an der Deutschen Verwaltungsakademie in Forst Zinna 1950 nach Berlin kam, wo er zum Abteilungsleiter für Jugendhilfe im Volksbildungsministerium avancierte und schließlich den in der DDR einzigen Lehrstuhl für Sozialpädagogik innehatte. Mannschatz, von dem demnächst ein Buch über sein Vorbild Makarenko erscheint, hatte sich gegen die Einrichtung des Geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau eingesetzt, der dank seines Widerspruchs die einzige derartige Jugendanstalt in der DDR blieb.

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