Werbung

Kein Protest gegen Pegida und sich selbst

Robert D . Meyer erklärt, warum die CDU nicht gegen Pegida aufsteht

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es geht doch: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) nahm am Sonnabend anlässlich der Gegenproteste zum dritten Pegida-Jubiläum nicht nur erstmalig an den Anti-Rassismus-Protesten teil, er traute sich sogar auf die »Herz statt Hetze«-Bühne und bezog Stellung gegen Rassismus. Eine Selbstverständlichkeit? Nicht in Sachsen, wo im Stadtrat der Landeshauptstadt erst vor wenigen Wochen ein CDU-Vertreter das geplante Dresdner Förderprogramm für mehr solidarisches Miteinander mit dem Ermächtigungsgesetz der Nazis verglich.

Apropos Christdemokraten: Das Spitzenpersonal der sächsischen Union ließ sich bei den antirassistischen Protesten nicht blicken und blieb seiner Linie treu, im Antifaschismus einen Feind zu sehen. Strategisch nicht verwunderlich: Vor wenigen Tagen verkündete Stanislaw Tillichs Möchtegernnachfolger im Amt des Ministerpräsidenten, Michael Kretschmer, die CDU müsse bei ihrer Erneuerung als »Original der AfD« auftreten.

Damit ist klar, warum kein Unionsminister gegen Pegida Stellung bezog. Am Wochenende überbrachten gleich mehrere Vertreter der Rechtsaußenpartei den rassistischen Jubilaren ihre Glückwünsche. Wenn die CDU nun von sich sagt, die gleichen Positionen wie die AfD zu vertreten, hätte sie damit auch gegen sich selbst protestieren müssen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen