Werbung

Wildschweine auf dem Land

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein großes Problem stellen Wildschweine für Landwirtschaft Betreibende und Privatleute auf dem Land dar: Auf der Suche nach Futter kommen Wildschweine nachts immer häufiger aus den Wäldern und verwüsten Gärten und Felder. Der Wildschweinbestand hat nach Angaben des Rheinischen Landwirtschaftsverbands in den vergangenen Jahren bundesweit deutlich zugenommen. Ein üppiges Nahrungsangebot, geringe Winterverluste beim Nachwuchs und gute Verstecke durch eine veränderte Waldwirtschaft führten zur Verdoppelung der Reproduktionsrate binnen 30 Jahren. Während der Frühjahrsbestand an einjährigen und älteren Schweinen zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern im Frühjahr 2016 noch bei 20 000 bis 25 000 Tieren lag, schätzten Forstleute den Zuwachs an Frischlingen zum Frühjahr 2017 auf 50 000 bis 75 000 Tiere.

Sorgen bereitet nach Angaben von Fachleuten auch die aus Osteuropa näherrückende Afrikanische Schweinepest (ASP). In einigen Bundesländern wird daher bereits intensiv über eine stärkere Bejagung der Wildschweine debattiert. In Mecklenburg-Vorpommern wurden unlängst Maßnahmen zur Bejagung der Wildscheine festgelegt.

Ein Problem könnte jedoch die Verwertung des Wildbrets sein. »Die Preise für Schwarzwild sind im Keller«, sagt die Geschäftsführerin des Landesjagdverbandes, Kati Ebel. Pro Kilogramm würden etwa 80 Cent gezahlt. Es könne auch weniger sein, wenn ein Schuss nicht optimal saß. In Hochzeiten seien es ab 1,50 Euro aufwärts gewesen. Derzeit sei zu viel Wildschweinfleisch auf dem Markt. Immerhin bekämen die Jäger das Wildbret noch abgenommen, sagte Ebel. Kostendeckend sei das für den Jäger nicht.

Die derzeit vor allem in Polen und Tschechien grassierende Viruserkrankung ist für Menschen ungefährlich, könnte aber über Wildschweine eingeschleppt werden und sich dann auf Hausschweine übertragen. Für die Tiere ist die Seuche tödlich. KritikerInnen bezweifeln, dass eine stärkere Bejagung den Wildschwein bestand langfristig reduziert. Studien hätten ergeben, dass die verstärkte Jagd auf die Tiere die Fruchtbarkeit stimuliere und zu einer deutlich höheren Fortpflanzung führe. Agenturen/fbr

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!