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Ver.di rechnet mit weniger Mitgliedern

Stuttgart. Der Gewerkschaft ver.di droht im laufenden Jahr nach eigenen Angaben wieder ein Mitgliederschwund. »Wir werden am Ende vermutlich eine leicht negative Zahl feststellen, weil wir in den 70er und frühen 80er Jahren viele Mitglieder gewonnen haben, die jetzt langsam in das Rentenalter kommen«, sagte ver.di-Vizechef Frank Werneke im Interview der »Stuttgarter Zeitung« und den »Stuttgarter Nachrichten« (Donnerstagausgaben). Die Gewerkschaft mit gut zwei Millionen Mitgliedern werde in dieser Altersgruppe Abgänge auf einem sehr hohen Niveau haben - es brauche alle Anstrengungen, um das auszugleichen. Ver.di werde aber in diesem Jahr zugleich an die 110 000 neue Mitglieder gewinnen.

Eine dramatische Talfahrt bei der Mitgliederentwicklung sieht Werneke für die Dienstleistungsgewerkschaft trotz der demografischen Entwicklung nicht: »Wir haben zum Beispiel gute Mitgliedererfolge in der Pflege mit großen Wachstumspotenzialen oder bei Weiterbildungseinrichtungen«, sagte Werneke. »Wir haben es in den vergangenen Wochen auch geschafft, mehr als 2000 Friseur-Azubis zu gewinnen, und sind dabei, mit ihnen einen Azubi-Tarifvertrag durchzusetzen - es gibt Möglichkeiten, Menschen zu begeistern«, zeigte er sich optimistisch. dpa/nd

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