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Hat Lenin gezockt?

György Dalos über das Ende der Romanows und den Oktobercoup der Bolschewiki

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 12.0 Min.

Herr Dalos, nachdem Sie sich seit Jahr und Tag mit der Geschichte des Kommunismus respektive dem Realsozialismus sowjetischer Prägung beschäftigten, haben Sie sich ausgerechnet im Jubiläumsjahr der russischen Revolution ins vorrevolutionäre Russland begeben, ein Buch über den letzten Romanow-Herrscher, Nikolai II., verfasst. Warum über einen Monarchen, über den die Geschichte hinweggegangen ist?

Ich bin von Russland oder der Sowjetunion gewissermaßen gefangen gehalten. Seit ich an der Lomonossow-Universität in Moskau Geschichte studiert habe. Zu verschiedenen Zeiten hatte ich sehr unterschiedliche Einstellungen zum Land und System. Das reichte von grenzenloser Euphorie bis zur herben Enttäuschung. Ich stamme aus einem kleinen osteuropäischen Land, dessen Schicksal von Russland und der Sowjetunion maßgeblich mitbestimmt worden ist. Mein Ehrgeiz war und ist es, die Vorgänge und Akteure hier wie dort zu beschreiben, zu verstehen und ...


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