• Politik
  • Rohstoffabbau in Guatemala

Goldschmuck ist nichts für Bergbaugegner

Cristina Crúz und Rony Aguilar wehren sich gegen den Rohstoffabbau in Guatemala und kämpfen für Alternativen

  • Von Katharina Schwirkus
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Cristina Crúz nimmt an einem von 18 Projekten der Organisation »Diosas de San Marcos« teil. Rony Aguilar arbeitet dort als Projektleiter. Die Organisation setzt sich für die Rechte von Indigenen ein und arbeitet zusammen mit ihnen in der Landwirtschaft. Ziel ist es, konkrete Alternativen zum offenen Bergbau aufzubauen, damit die teilnehmenden Dörfer unabhängig von diesem sind. Mit Crúz und Aguilar sprach für »nd« Katharina Schwirkus über die Herausforderungen und Erfolge ihrer Arbeit.

Herr Aguilar, wie lange werden in Guatemala Rohstoffe mithilfe des offenen Bergbaus abgebaut, und welche Probleme haben sich dadurch für die betroffenen Gemeinden ergeben?
Aguilar: Seit mehr als 15 Jahren wird in unserem Land vor allem Gold, Silber und Titan abgebaut. Der Abbau wird von ausländischen Firmen vollzogen, beispielsweise aus Kanada. Das Problem ist, dass sich unsere Regierung von ihnen korrumpieren lässt. Für die betroffenen Gemeinden fällt sehr wenig aus den Bergbauprojekten ab. Dafür zerstört der Bergbau die Lebensgrundlage ihrer Bewohner. Deswegen arbeite ich seit 18 Jahren mit indigenen Gemeinden zusammen und kläre sie über ihre Rechte auf. Denn indigene Völker genießen besonderen Schutz und können sich gegen Bergbauprojekte wehren. Das Problem ist: Oftmals sind sich die Betroffenen über ihre Rechte gar nicht bewusst und lassen sich von den Bergbaufirmen hinters Licht führen.

Frau Crúz, wie kamen Sie mit Herrn Agu...



Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.