Werbung

Gas Wasser Trump

Seit seiner Wahl vor einem Jahr rückt der Egomane die USA rabiat nach rechts

Berlin. Auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA weltweit Schockwellen verursachte. Eine Serie von Rückschlägen - wie der gescheiterte Versuch, die von vielen Republikanern gehasste Gesundheitsreform seines Amtsvorgängers Obama zurückzunehmen, oder die Ermittlungen gegen sein Wahlkampfteam - täuschen über eines hinweg: Trump ist extrem erfolgreich dabei, mit dem Erbe seines Vorgängers aufzuräumen und die USA einer konservativen Revolution zu unterziehen.

50 Dekrete hat der hyperaktive Präsident bereits erlassen, mehr als 800 Vorschriften und Auflagen aus der Obama-Zeit zurückgenommen. Durch die Benennung zahlreicher erzkonservativer Bundesrichter auf Lebenszeit, inklusive der eigentlich Obama zugestandenen Ernennung eines Obersten Richters am Supreme Court, wird die Rechtssprechung auf Jahre nach rechts verschoben.

Dass Trump ein Jahr nach der Wahl seine Machtposition gesichert hat, liegt zum einen daran, dass sich die Republikaner - getrieben von rechten Medien wie dem Netzportal Breitbart - auf Gedeih und Verderb an ihn und seine radikal rechte Wählerschaft gebunden haben. Zum anderen scheitern die Demokraten daran, ihn abseits seiner Skandale inhaltlich zu stellen und sich vereint gegen ihn zu wehren.

Die historisch schlechten Umfragewerte Trumps ändern nichts an der Begeisterung, die er mit seinen Wutattacken auf Twitter bei seinen Anhänger entfacht. Seine Kompromisslosigkeit, gepaart mit der Egomanie, die jegliche Widerworte persönlich nimmt, spaltet die Gesellschaft wie nie zuvor. Führende amerikanische Psychiater stellen dem Präsidenten in einem Buch ein miserables Attest aus. Die Präsidentschaft Trumps ist ein Abbild der US-Gesellschaft, deren politische Lager sich kompromisslos gegenüberstehen. ais Seite 2

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln