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Transgender-Politikerin holt erstmals Sitz in US-Parlament

Danica Roem setzte sich gegen ihren offen homophoben republikanischen Gegner durch

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Washington. Bei der Regionalwahl im US-Bundesstaat Virginia hat sich die Demokratin und offen als Transgender lebende Danica Roem gegen den langjährigen republikanischen Abgeordneten Robert Marshall durchgesetzt, der sich selbst einst als Virginias »Obersten Schwulenhasser« bezeichnete. Marshall saß seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Abgeordnetenhaus.

Die 33-Jährige Neugewählte ist die erste offen als Transgender auftretende Abgeordnete in Virginia - und möglicherweise in den gesamten USA. In Massachusetts war 1992 laut eiens Berichts des Spiegels mit Althea Garrison bereits eine Transfrau gewählt worden. Allerdings hatte Garrison dies vor der Wahl nicht öffentlich gemacht.

Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen lag Roem deutlich mit 55 Prozent vor Marshall mit 45 Prozent in Führung. Die Lobbygruppe Gay & Lesbian Victory Fund lobte die Entscheidung der Wähler, »eine kluge, lösungsorientierte Trans-Führerin einem spaltenden anti-LGBT Demagogen« vorgezogen zu haben. Dies sei eine »starke Botschaft an anti-trans-Gesetzgeber im ganzen Land«.

Roem, eine Musikerin und ehemalige Journalistin, hatte vor der Wahl betont, sie gehe nicht als Symbol der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen (LGBT) in die Politik, sondern wolle ihre Erfahrungen als Lokalreporterin für die Gemeindepolitik nutzen. Agenturen/nd

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