Werbung

Nachrufe

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Karin Dor

22. 2. 1938 - 6. 11. 2017

Künstler wissen, dass sie sich gut verkaufen müssen, um im Kulturbetrieb nachhaltig Erfolg zu haben. Und zu einer guten PR gehört natürlich auch ein einprägsamer Name. Als Kätherose Derr jedenfalls kann man im Filmgeschäft nichts werden. Also benannte sich die junge Schauspielerin aus Wiesbaden irgendwann in Karin Dor um. Mit 16 hatte sie in dem Film »Rosen-Resl« ihre erste Rolle. In der für die Nachkriegszeit typischen Schmonzette hatte sie zwar nur einen kleinen Satz zu sagen, aber der Regisseur Harald Reinl war von ihr angetan - übrigens auch privat, die beiden heirateten ein Jahr später.

In den Jahren danach spielte Karin Dor in einer ganzen Reihe von Filmen mit, die in den 1960er Jahren in der BRD zu Kino-Erfolgen wurden: so in Edgar-Wallace-Filmen, aber auch in den Winnetou-Streifen. Das Image der braven, nach den Männern schmachtenden Schönheit behagte Dor irgendwann nicht mehr und sie spielte Rollen abseits dieses Klischees - zum Beispiel eine pathologische Mörderin in »Zimmer 13«. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie schließlich 1967 in dem James-Bond-Film »Man lebt nur zweimal« als Gegenspielerin von Sean Connery. Kurze Zeit später besetzte Alfred Hitchcock sie für eine Rolle in seinem Spionage-Thriller »Topas«. jam

Lothar Thoms

18. 5. 1956 – 5. 11. 2017
Der schnelle Mann auf der Bahn war ohne Übertreibung ein Radsportidol zu DDR-Zeiten. Der gebürtige Gubener, der zeitlebens für den SC Cottbus startete, war im DDR-Radsport ein Erfolgsgarant. Lothar Thoms wurde in seiner Spezialdisziplin, dem 1000-Meter-Zeitfahren, von 1977 und 1980 viermal in Folge Weltmeister. Eine bis dahin einmalige Serie, die später nur der Franzose Arnaud Tourant (1998 bis 2003) wiederholen konnte.

Seinen größten Triumph feierte er bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau, als er am 22. Juli in der Weltrekordzeit von 1:02,995 Minuten zum Olympiasieg fuhr. 1981 wurde er vom Radsport-Weltverband UCI zum »weltbesten Radsportler« gekürt und in der »Junge Welt«-Umfrage zum DDR-Sportler des Jahres gewählt.

Nach dem Ende seiner Karriere 1985 arbeitete Thoms als Sportfunktionär und nach der Wende als Physiotherapeut. Doch bald ereilten ihn Schicksalsschläge: 2002 erlitt er einen Schlaganfall, so dass er sein rechtes Bein nur noch eingeschränkt belasten konnte. Vor wenigen Wochen wurde ihm der linke Unterschenkel amputiert; seiner schweren Erkrankung ist er nun erlegen. joh

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!