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Heute geht sie wieder los, die sogenannte fünfte Jahreszeit. Sprücheklopfen, Schimpfen, Schunkeln - das ist nicht mehr nur das Privileg närrischer Sondierungsverhandler, sondern ab 11.11 Uhr auch den gemeinen Jecken auf der Straße erlaubt. Bis Mitte Februar können sie mit Konfetti, Kamelle und sehr viel Alkohol ganz legal der Tristesse ihres Alltags entfliehen - und sich ein sattes Polster für die nächste Fastenzeit anlegen. Und wenn alles klappt, werden es bis dahin auch die Jamaika-Koalitionäre irgendwie geschafft haben, ihre Zänkereien unter den Teppich zu kehren - bis auch sie Aschermittwoch der große Kater erwischt und es so ernüchternde Disziplinen wie Futterneid und gegenseitiges Aushungern auf wirklich jede Tagesordnung im Bundestag schaffen. Ab dann ist Schluss mit lustig. Und Prunksitzungen wie Büttenreden sind wieder nur im Hohen Hause erlaubt. Zu fürchten steht: Die werden genauso öde wie die zuvor stattgefundenen in der Karnevalszeit. oer

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