Strahlung? Gut für die Knochen!

In der Türkei werden AKW in Erdbebengebieten gebaut, mit Unterstützung ausländischer Firmen / Energieminister ist Erdogans Schwiegersohn

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Mittelmeerküste in der Provinz Mersin ist eines der vielen Gebiete in der Türkei, die stark erdbebengefährdet sind. Hier wurde im April 2015 Grundsteinlegung gefeiert: für das erste zivile Atomkraftwerk des Landes. Akkuyu soll bis 2022 ans Netz gehen. 2010 war zwischen der türkischen und der russischen Regierung ein Abkommen darüber geschlossen worden, dass das Kraftwerk von der russischen Firma Rosatom Atomstroyexport gebaut und vorerst auch betrieben werden solle.

In einem weiteren Staatsvertrag - diesmal zwischen dem japanischen Premier Shinzo Abe und Recep Tayyip Erdoğan, damals noch Ministerpräsident, nicht Staatspräsident, der Türkei - wurde 2013 der Bau eines weiteren AKW beschlossen. Errichtet werden soll es in Sinop, einem ebenfalls erdbebengefährdeten Ort im Norden der Türkei. Verantwortliche Firmen sind die japanische Mitsubishi Heavy Industries (MHE) Itochu Corp sowie die französische Firma für Kraftwerkstechnik, A...

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