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Wenn Leben in der Erde ist

Zwei argentinische Landwirte verlassen das Hamsterrad des agrarindustriellen Anbaus

  • Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Tief ziehen die Wolken über die flache Landschaft der Pampa Húmeda. Am Horizont verschmelzen Himmel, Wolken und Erde dort, wo jeden Morgen rotglühend die Sonne aufsteigt. El Paraíso heißt die kleine Farm in der Nähe der Kleinstadt Los Toldos rund 300 Kilometer von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires entfernt. Und das Paradies ist gesegnet mit sehr guten Böden. Die 220 Hektar sind ein winziger Teil der »feuchten Pampa«, einer der fruchtbarsten Regionen der Welt. Sie erstreckt sich von Uruguay und dem Süden Brasiliens bis über weite Teile der argentinischen Provinzen Santa Fe, Córdoba, La Pampa und Buenos Aires.

Auf El Paraíso leben die Geschwister Calderón. Etwas erhöht und im Schutz der Bäume ist ihr Haus zu erkennen. Dahinter stehen das Haus des einzigen Angestellten, die flache Scheune und die große überdachte Lagerhalle. In dieser lässt der Wind den Staub zirkulieren und treibt das Rad der Mühle an, die frisches Wasser i...


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