»Der Klimawandel trifft Afrika besonders«

Calisto Ribeiro von ORAM im Gespräch über Land- und Wasserknappheit in Mosambik und das Treiben großer Unternehmen

  • Von Katharina Schwirkus
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.
Hinten Eukalyptus, vorne verdorrter Boden: Monokulturen und Dürren machen den Kleinbauern in Mosambik das Leben schwer.

Sie haben an den Klimaverhandlungen in Bonn teilgenommen. Mit welchem Ziel?

Zum einen nahm ich als Vertreter der »Panafrikanischen Klimagerechtigkeitsallianz« (PACJA) teil. Die Konferenz gab uns die Möglichkeit des gegenseitigen Austausches der 35 Mitgliedsländer von PACJA. Klar ist: Der Klimawandel trifft uns in Afrika besonders. Auf der anderen Seite habe ich aber auch die Interessen meines Landes, Mosambik, vertreten. Aufgrund des Klimawandels und dem Treiben großer Unternehmen in Mosambik herrscht in großen Teilen des Landes Land- und Wasserknappheit.

Welche Probleme beschäftigen Sie in Mosambik ganz akut?

Große Bergbauunternehmen aus China, Brasilien und Australien haben in vielen Bereichen Mosambiks bereits für eine zunehmende Wasserknappheit gesorgt. Die wird durch neue norwegische und portugiesische Projekten, bei denen Eukalyptus angebaut wird, verschärft. Für den Anbau von Eukalyptus benötigt man ebenfalls viel...

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