Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Blinken will gelernt sein

Johanna Treblin fordert mehr Verantwortung von Fahrlehrern

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

Dreimal bin ich neulich auf dem Weg zur Arbeit fast überfahren worden. Ein Autofahrer hat beim Abbiegen nicht geblinkt, ein anderer ist wie ein Irrer gerast, ein dritter hat beim Abbiegen nicht zur Seite geguckt. Je länger ich auf Berlins Straßen Fahrrad fahre, desto häufiger frage ich mich: Was lernt man hier eigentlich in der Fahrschule? Von ein paar rühmlichen Ausnahmen mal abgesehen. Manche Fahrschulen scheinen mehr auf dicke Autos zu setzen, als darauf, ihren Schülern tatsächlich die Verkehrsregeln beizubringen.

Stattdessen scheint es diverse Sonderstunden zu geben. Zum Beispiel dafür, wie man sich auf der eineinhalbspurigen Hermannstraße am besten so entlangschlängelt, dass man sich von Ampel zu Ampel je eine Position nach vorne manövrieren kann. So gelangt man mit Sicherheit 40 Sekunden schneller ans Ziel (wenn es denn eines gibt, und das Manövrieren nicht selbst das Ziel ist). Weitere Sonderstunden scheint es dafür zu geben, wie man bei überhöhter Geschwindigkeit mit nur zehn Zentimetern Abstand einen Radfahrer überholt.

Solange Fahrlehrer ihren Schülern nicht beibringen, dass Autos Mordmaschinen sind, wird sich auf den Straßen wenig ändern.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln