Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Simbabwe atmet auf

Letzte Vorbereitungen zum Präsidentenwechsel nach unblutigem Putsch

Harare. Der Stabwechsel in Simbabwe steht: Nach dem Rücktritt von Robert Mugabe soll der von ihm geschasste Vize-Präsident Emmerson Mnangagwa am Freitag als neues Staatsoberhaupt vereidigt werden. Mnangagwa werde bei einer Vereidigungszeremonie in der Hauptstadt Harare seinen Amtseid ablegen, kündigte Parlamentspräsident Jacob Mudenda am Mittwoch an. Am Mittwochnachmittag kehrte der künftige Präsident aus dem südafrikanischen Exil nach Harare zurück.

Mugabe hatte am Dienstag dem wachsenden Druck nachgegeben und seinen Rücktritt erklärt, um einem Amtsenthebungsverfahren zu entgehen. Er regierte Simbabwe 37 Jahre mit harter Hand und zunehmend autokratisch. Sein Rückzug erfolge »freiwillig«, erklärte Mugabe in seinem Rücktrittsschreiben. Grund sei seine Sorge um das Wohlergehen des Landes und sein Wunsch nach einer »friedlichen und gewaltfreien Machtübergabe«.

Mnangagwa gilt schon lange als Wunschnachfolger der Armee für das Präsidentenamt. Die Armee hatte mit einem unblutigen Putsch am 15. November das Ende der Mugabe-Ära eingeleitet.

Die Bundesregierung wertete Mugabes Rücktritt als Chance für einen Neuanfang in Simbabwe. Dieser müsse »unter Einschluss aller demokratischen und zivilgesellschaftlichen Kräfte erfolgen«, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin.

Die Afrikanische Union begrüßte Mugabes Entscheidung, »nach einem ganzen Leben im Dienste der simbabwischen Nation« als Staatschef zurückzutreten. AU-Kommissionschef Moussa Faki Mahamat wertete das Eingreifen der Armee nicht als Militärputsch, sondern als Ausdruck der Bevölkerung nach »einem friedlichen Machtübergang«. Der Rücktritt Mugabes ebne den Weg für »einen Übergangsprozess«. nd Seite 3

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
  • Lastschrift

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln