Auf zur Revolte

Das Jubiläumsjahr der Russischen Revolution von 1917 neigt sich dem Ende zu. Und schon wirft das nächste historische Jubiläum seine Schatten voraus: das Jahr der Revolte 1968. Es macht sich bereits auf dem Buchmarkt bemerkbar. Zu den deutschen Städten, in denen es damals besonders heiß herging, gehörte Westberlin. Seit 1966 brodelten die Proteste gegen die von der damaligen Großen Koalition geplanten Notstandsgesetze. Den Auftakt machte ein Kongress in Frankfurt am Main, »Notstand der Demokratie«, mit über 5000 Teilnehmern. Kurz vor der dritten Lesung der Notstandsgesetze im Bonner Bundestag besetzten etwa 100 Studenten das Germanistische Seminar der FU Berlin und benannten es in Rosa-Luxemburg-Institut um. In einem Flugblatt begründeten sie: »Dass die Transformation der Demokratie in den Notstandstaat sich in schamloser Hast vollzieht, ist nicht nur Folge des Zynismus der Herrschenden, sondern auch Folge der Angst vor der außerparlamentarischen Opposition.« Darüber und über vieles mehr informiert der von Ingo Juchler verfasste historische Stadtführer »1968 in Berlin. Schauplatz der Revolte« (be.bra, 112 S., br., 14 €). nd Foto: Ludwig Ehlers

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