Werbung

In Nordkorea braucht es Diplomatie

Wer, wenn nicht die Diplomaten, kann für eine Deeskalation im Atomstreit sorgen, fragt Alexander Isele

  • Von Alexander Isele
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Libyen, Afghanistan oder Irak - Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat aus seiner Sicht gute Gründe, sein Atomprogramm weiterzutreiben, will er nicht wehrlos einer US-amerikanischen Invasion ausgeliefert sein. Nach dem 19. nordkoreanischen Raketentest in diesem Jahr erhöhen die USA weiter den diplomatischen Druck. An China geht die Forderung, kein Öl mehr ins Nachbarland zu exportieren; an den Rest der Welt, explizit auch an Deutschland, die Botschafter abzuziehen.

Im Atomstreit mit Nordkorea hilft das aber nicht weiter. Ein Grund für dessen Atomprogramm ist nämlich genau die - tatsächliche oder eingebildete - Bedrohung durch die USA. Sicherheit ist immer auch ein Gefühl, das nicht zuletzt auch über direkten Austausch entsteht. Ein Abzug der Botschafter würde diesen erschweren und Vermittlungen unmöglich machen.

Die Lösung muss die Diplomatie liefern. Nicht nur Nordkorea, alle Staaten müssen die gegenseitige Bedrohung durch Atomwaffen beenden. Nicht Sanktionen oder der Abzug von Botschaftern führen zur Deeskalation, sondern Sicherheitsgarantien. Eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel - im Norden wie im Süden - muss das Ziel sein. Das zu erreichen, dafür braucht es Diplomatie. Auch durch Botschafter.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen