Werbung

Irlandfrage bleibt kompliziert

Nelli Tügel über einen alten Konflikt, der das Brexitprojekt scheitern lässt

  • Von Nelli Tügel
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die große Frage in London und Brüssel in den letzten Tagen lautete: Wie steht’s denn so beim Brexit? Abschlussrechnung? Geklärt, Medienberichten zufolge wenigstens. Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien? Geklärt, halbwegs zumindest. Grenze zwischen der Republik Irland und dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland? Es bleibt kompliziert.

Dass die Irlandfrage ein Knackpunkt der Verhandlungen werden würde, war von Beginn an klar. Weder die irische Regierung noch die Regionalparteien Nordirlands wollen eine bemannte Grenze, gerne würden sie alle EU-Regeln für Nordirland beibehalten. Zum einen, um Handel und Wirtschaft nicht zu gefährden, zum anderen aus Angst vor einer Rückkehr des 1998 beigelegten blutigen Konfliktes. Für die Brexit-Befürworter aber war und ist das Eindämmen von Migration aus der EU eines ihrer Hauptanliegen. Dies wiederum ist - logisch - schwerer durchsetzbar mit einer offenen Grenze zwischen Nordirland und dem EU-Mitgliedsstaat Irland.

Sollte nun vereinbart werden, dass es auch in Zukunft keine irisch-nordirischen Grenzkontrollen geben wird, bedeutet dies: Die britische Seite konnte zwei Kernforderungen der Austrittswilligen - kein Geld mehr an die EU, keine offene Grenze zum Rest Europas - nicht durchsetzen. Und das wiederum heißt: Der Brexit ist zu einem Gutteil erst einmal gescheitert.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen