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Frauenrechte sind Menschenrechte

Kleinbauernverband UNAC fördert gezielt Kleinbäuerinnen

  • Von Christine Wiid, INKOTA
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die meisten Frauen in Mosambik arbeiten in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. »Es sind vor allem die Frauen, die für die Ernährungssicherung der Familien zuständig sind«, erklärt Bartolomeu Antonio vom Kleinbauernverband UNAC. Der Verband arbeitet seit einiger Zeit erfolgreich mit der Entwicklungsorganisation INKOTA aus Deutschland zusammen. Gemeinsam unterstützen die Organisationen die Bäuerinnen dabei, sich aus der Abhängigkeit zu befreien. Denn gleich sind Frauen und Männer in Mosambik nur vor dem Gesetz. Während ihnen in der Theorie alle Türen offen stehen, haben de facto die Männer das Sagen. Die sozialen Verhältnisse machen es Frauen zusätzlich schwer: Zwar zählt das Land zu den afrikanischen Staaten mit den höchsten Wirtschaftswachstumsraten. Doch weil Frauen vor allem als Kleinbäuerinnen tätig sind, sind sie viel häufiger von extremer Armut betroffen als Männer.

UNAC unterstützt deshalb Kleinbäuerinnen in besonderer Weise. »Ihnen geben wir das Saatgut in die Hand - und Kenntnisse über ihre Rechte, und wie sie diese durchsetzen können«, erklärt Bartolomeu Antonio. Zum Beispiel in den Gemeinden Sussundenga und Gondola. Dort erwirtschaften die Kleinbäuerinnen oft nur das, was die Familie zum Überleben braucht. Viele Frauen haben keinen gesicherten Zugang zu Land. Zwar können sowohl Männer als auch Frauen Landtitel eintragen lassen, aber in der Praxis werden Frauen immer wieder benachteiligt. Da hilft es auch nicht, dass in der Projektregion entlang der weiblichen Linie vererbt wird. Denn die Familienangelegenheiten werden trotzdem meist vom Bruder der Frau kontrolliert. »Wenn ein Paar sich trennt oder der Ehemann stirbt, geht das Land nicht unbedingt an die Frau über«, erklärt Bartolomeu Antonio. »Der Besitz fällt an den Bruder der Frau oder den nächsten männlichen Verwandten der mütterlichen Linie.«

Kenntnisse über das Landrecht helfen, diese Situation zu verändern. Aber auch die Herangehensweise ist entscheidend. UNAC arbeitet vor allem mit organisierten Bauerngruppen, die ihr Land kollektiv bewirtschaften. »Wir arbeiten ganz gezielt mit einigen Gruppen zusammen, in denen nur Frauen organisiert sind.« Bei den eigenen Angeboten legt der Verband viel Wert auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen. »Wenn zum Beispiel bei einer Weiterbildung fast nur Männer erscheinen, dann sagen wir die Veranstaltung ab«, erklärt Bartolomeu Antonio.

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