Werbung

Weltsprache

Gala und Gastspiel zum 15. Geburtstag des Festivals »Tanzolymp«

  • Von Volkmar Draeger
  • Lesedauer: 2 Min.

Mit der Schönheit des Tanzes ein Gegengewicht zu Politik und Krieg zu setzen, das hat sich Oleksi Bessmertni vorgenommen. Als Begründer des internationalen Festivals »Tanzolymp« ist er darin seit mittlerweile 15 Jahren erfolgreich, und Berlin hat hiermit einen festen Termin im Veranstaltungskalender beschert. Jedes Jahr im Februar treffen sich Kinder und Jugendliche aus aller Welt, Profis wie Amateure, zum freundschaftlichen Wettstreit um Preis und Anerkennung.

Doch Bessmertni will mehr: Unter dem Titel »Weihnachtsballett-Saison« möchte er eine neue Tradition initiieren. Leitmotiv ist ihm dabei Tschaikowskis Festtagswerk schlechthin, »Der Nussknacker«. An diesem Sonnabend gastiert dieser im Theater am Potsdamer Platz in einer märchenhaften Inszenierung aus Odessa. Gemeinsam mit Solisten der Compagnien aus Odessa und Kiew tanzen 50 Kinder der Staatlichen Ballettschule Odessa und werden in prächtigen Bildern um Mascha und den hölzernen, dann menschlich erstrahlenden Nussknackerprinzen die Herzen der kleinen und großen Zuschauer höher schlagen lassen.

Bereits an diesem Freitag erwartet Ballettfans ein ganz besonderer Höhepunkt. Zum 15. Geburtstag des »Tanzolymps« steigt im selben Theater die Gala »Vivat Tanz«, und die kann sich sehen lassen. Bessmertni hat Gewinner bedeutender Ballettwettbewerbe eingeladen, einige ganz frisch preisgekrönt, viele mittlerweile selbst schon Sterne großer Ensembles. So zeigen Nikita Boris aus den USA, Preisträgerin in Spoleto, und Jakob Feyferlik von der Wiener Staatsoper und Gewinner in Beijing, die kniffligen »Donizetti Variations«, überrascht der Russe Ildar Tagirov, Gewinner beim Wettbewerb in Moskau, mit dem Solo »Jonathan Seagull«. Preise errungen haben ebenfalls Amanda Gomes in Varna, Kotomi Yamada beim Youth America Grand Prix, Marina Fernandes Duarte und Ariel Merkuri, beide vom Staatsballett München, beim Prix de Lausanne, die Schweizer Studenten Sumina Sasaki und Duccio Tariello beim »Tanzolymp«. Brillieren werden sie in Variationen und Pas de deux des internationalen Repertoires und wohl kaum hinter ihren bereits erfahrenen Kollegen, auch sie einstige Gewinner, zurückstehen. Ein Wiedersehen wird es mit Beatrice Knop und Roland Savkovic geben, und auch Katerina Kukhar und Oleksandr Stoianov, das »Nussknacker«-Paar vom nächsten Tag, machen schon mal neugierig auf ihre Vorstellung.

Was den »Tanzolymp« einzigartig unter den zahlreichen Festivals macht, seine stilistische Vielfalt, kommt auch in der Gala zum Tragen. Mit eigenen Beiträgen gratulieren mehrfache »Tanzolymp«-Teilnehmer wie das Ballettstudio Antipova aus Odessa mit einem »Hexensabbat«, die Tanzbrücke Hamburg mit Folklore, mit dem Traumbild aus »Le Corsaire« das Landesjugendballett an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Im Programm sind Stars wie Maria Eichwald und Marijn Rademaker, Kollegen vom Bolschoi-Ballett Moskau, vom Mariinsky-Ballett St. Petersburg - und Amateure der Ballettschule am Staatsballett Berlin: Tanz eben als wirkliche Weltsprache.

8. und 9. Dezember, Theater am Potsdamer Platz

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln