Werbung

Wo man im Nordosten Jobs findet

Aida Cruises bleibt größtes Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern

  • Von Frank Pfaff, Schwerin
  • Lesedauer: 3 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Die Globalisierung der Wirtschaft zeigt sich zunehmend auch in der Beschäftigtenstruktur großer Firmen in Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Kreuzfahrt-Unternehmen Aida und dem Windanlagen-Hersteller Nordex stehen zwei in Rostock ansässige Firmen mit an der Spitze, die oft im Ausland tätig sind und dort auch viele Menschen beschäftigen.

Der mit Abstand größte Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern ist unverändert Aida Cruises. Wie aus der jedes Jahr von der Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) in Hannover zusammengestellten Liste der 100 größten Firmen des Landes hervorgeht, beschäftigte die Reederei im Vorjahr gut 8300 Menschen. Neben den rund 1000 Mitarbeitern in der Rostocker Unternehmenszentrale wurden laut Nord/LB auch die Schiffsbesatzungen mitgerechnet. Aida ist derzeit mit zwölf Kreuzfahrtschiffen auf den Weltmeeren unterwegs.

Auf Rang zwei behauptete sich die Helios-Klinik-Gruppe in Schwerin, die ihre Mitarbeiterzahl leicht auf knapp 5000 erhöhte. Mit den Universitätskliniken in Rostock (3500, 5.) und Greifswald (3400, 6.) sowie dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg (2400, 8.) gehören insgesamt vier Klinken zu den zehn größten Arbeitgebern im Nordosten.

Auf Rang drei landete erstmals das Rostocker Windkraft-Unternehmen Nordex, das durch die Übernahme des spanischen Konkurrenten AWP seine Beschäftigtenzahl um die Hälfte auf mehr als 4600 erhöhte. Eine Auftragsflaute macht der Windenergiebranche derzeit aber zunehmend Probleme. Nordex schraubte erst im November seine Umsatzprognose für das laufende Jahr nach unten und kündigte zur Kostendämpfung den Abbau von bis zu 500 Jobs in Europa an.

Mit der Deutschen Bahn AG (3700, 4.) und der Deutschen Post (3200, 7.) rangieren auch zwei bundesweit agierende Konzerne unter den Top Ten der Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern. In diese prominente Gruppe stieß erstmals auch das Backunternehmen »Unsere Heimatbäckerei« mit Sitz in Pasewalk vor, das insgesamt 1600 Menschen beschäftigte und damit noch vor den großen Industriebetrieben Liebherr in Rostock (1500) und MV-Werften (1500) mit Sitz in Wismar rangierte.

Nordex war laut Nord/LB-Liste erneut auch umsatzstärkstes Unternehmen im Land. Der Jahresumsatz erreichte 2016 fast 3,4 Milliarden Euro. Allerdings legte Aida den Wirtschaftsexperten der Landesbank abermals keine Umsatzdaten vor. Über eine Milliarde Umsatz erzielte der Handelsriese Netto (1,2 Milliarden Euro), der seinen Sitz in Stavenhagen hat. Danach folgen mit der Energieunion (683 Millionen Euro) und der Wemag (624 Millionen Euro) zwei Schweriner Unternehmen, die im Energiesektor tätig sind.

Die zehn bekannten umsatzstärksten Unternehmen im Nordosten steigerten ihre Umsätze im Vergleich zum Jahr 2015 insgesamt um 15 Prozent. Damit lag der Zuwachs deutlich höher als im Durchschnitt aller gelisteten Firmen, deren Einzelumsätze 50 Millionen Euro überschritten. Der Mitarbeiterzuwachs erreichte laut Nord/LB rund vier Prozent.

Die Arbeitslosigkeit in Mecklenburg-Vorpommern ist zuletzt gesunken. Ende November betrug die Quote 8,1 Prozent. Im Bundesvergleich rangierte Mecklenburg-Vorpommern damit auf dem drittletzten Platz vor Berlin und Bremen. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!