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Im Schneegestöber den Durchblick behalten

Dreifacher deutscher Erfolg im Vierer und erster Frauensieg seit 2015 beim Bobweltcup in Winterberg

  • Von Frank Kastner, Winterberg
  • Lesedauer: 2 Min.

Mit ihren 630 Kilogramm schweren Viererbobs rasten die deutschen Piloten Johannes Lochner, Nico Walther und Francesco Friedrich gleich zu dritt aufs Siegertreppchen. Sie behielten im dichten Schneegestöber von Winterberg den Durchblick. Nach schwierigen Wochen in Übersee mit fahrerischen Schwankungen, Stürzen und Materialproblemen war dies Balsam für die Seele von Cheftrainer René Spies.

»Im Viererbob war es eine ganz starke Leistung. Im Zweier haben wir natürlich zu viele Defizite gehabt. Da fehlt Friedrich derzeit die Lockerheit an den Lenkseilen. Lochner patzte gleich zweimal hintereinander am Start, da haben wir deutliche Reserven«, sagte Spies in seiner Bilanz mit Licht und Schatten. »Erst in Innsbruck werden wir bei vernünftigen Bedingungen sehen, wo wir wirklich stehen.«

Viererweltmeister Johannes Lochner steigerte sich nach einem katastrophalen Zweierrennen enorm und baute mit seinem zweiten Saisonsieg die Führung im Viererweltcup aus. Mit seiner Crew Joshua Bluhm, Christopher Weber und Christian Rasp verwies er mit 23 Hundertstelsekunden Vorsprung Walther auf Rang zwei. Friedrich, der am Vortag mit Platz zwei im kleinen Schlitten seinen ersten Podestplatz in dieser Saison eingefahren hatte, wurde Dritter. »Ich bin überglücklich, so kann es weitergehen. Siege sind immer gut und geben mir Selbstvertrauen. Ich hatte schon etwas gezweifelt, weil ich es am Start nicht hinbekomme. Aber heute war es perfekt, meine Jungs haben einen richtig guten Job gemacht«, sagte Lochner, der erstmals nach langer Verletzungspause wieder seinen Stammanschieber Bluhm an Bord hatte.

Eine Kampfansage für die restliche Saison kam prompt von Walther, der - anders als Friedrich und Lochner, die Wallner-Schlitten fahren - im FES-Bob fährt. »Wir wollen nicht nur zuschauen, wie Lochner gewinnt. Erfahrungsgemäß sind Winterberg und Innsbruck die starterlastigen Bahnen. Im neuen Jahr kommen schwierige und längere Bahnen, da werden wir näherrücken oder auch vorbeifahren«, prognostizierte der WM-Dritte.

Bei den Frauen sorgte Stephanie Schneider mit Anschieberin Lisa Marie Buckwitz für eine Überraschung. Das Duo aus Oberbärenburg setzte sich gegen die Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA durch. »Wir wollten uns nach dem Sturz in Whistler zurückmelden«, sagte Schneider nach dem ersten Weltcupsieg der deutschen Frauen seit dem 24. Januar 2015. Damals gewann Anja Schneiderheinze in St. Moritz.

Dritte wurden die Europameisterinnen Mariama Jamanka und Annika Drazek, die am Ende der Zielkurve stürzten und auf der Seite durchs Ziel rutschten. »Die Frauen bleiben die positive Überraschung in diesem Winter. Sie können ohne Druck fahren«, sagte Spies, der in Innsbruck bei der parallel ausgetragenen EM erstmals Schneider mit Drazek als Duo fahren lassen will. dpa/nd

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