Werbung

Jerusalem bleibt Unruheherd

Zahlreiche Proteste gegen US-Politik / Abbas: Konfrontation aufrechterhalten

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Kairo. Die Wut in den israelisch besetzten palästinensischen Gebieten auf US-Präsident Donald Trump wegen dessen Erklärung, ganz Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, ist nach wie vor groß. Besonders junge Leute gingen auf die Straße, verbrannten US-Flaggen und Trump-Porträts. Sie folgten damit einem Aufruf von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Die Palästinenser sollten die »Konfrontation aufrechterhalten und auf alle Punkte ausweiten, an denen die israelische Armee präsent ist«.

Diese teilte laut AFP am Samstag mit, es habe an rund 20 Orten im Westjordanland und auch im Gazastreifen »gewaltsame Ausschreitungen« gegeben. Dem palästinensischen Roten Halbmond zufolge wurden im Westjordanland 171 und im Gazastreifen 60 Personen verletzt. 13 Demonstranten seien festgenommen worden.

Radikale Palästinenserführer hatten vom Gaza-Streifen aus Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Die israelische Luftwaffe antwortete mit Bomberangriffen, wobei zwei Palästinenser starben. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Freitag getöteten Palästinenser auf vier. Radikale Organisationen wie Hamas und Islamische Dschihad riefen erneut zur Intifada, einem allgemeinen Aufstand, auf. Auch in den arabischen Metropolen, so in Beirut, Rabat und Kairo, dazu in Pakistan und der Türkei protestierten am Wochenende Hunderttausende gegen die Palästina-Politik der USA und Israels. Proteste gab es ebenso nahe dem Brandenburger Tor in Berlin. Nachdem zwei Flaggen Israels verbrannt wurden, nahm die Polizei zehn Personen fest.

Die USA verteidigten ungeachtet dessen ihre Entscheidung. Ihre Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, erklärte auf CNN triumphierend, mittlerweile sei Sonntag, »und der Himmel ist nicht eingestürzt«. roe Seite 8

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen