Werbung

Reservistenverband schließt drei Rechtsextreme aus

Männer hatten auf Facebook-Seiten Hitler-Bilder, antisemitische Parolen und volksverhetzende Aufrufe veröffentlicht

  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin. Der Reservistenverband der Bundeswehr hat drei weitere ehemalige Soldaten wegen Rechtsextremismus ausgeschlossen. Die drei Männer hatten auf ihren Facebook-Seiten Hitler-Bilder, Hakenkreuze, antisemitische Parolen und volksverhetzende Aufrufe veröffentlicht, wie der Verband einen entsprechenden Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwoch) bestätigte. »Extremistische Tendenzen oder Auswüchse, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten, sind nicht zu tolerieren«, sagte Verbandspräsident Oswin Veith dem Netzwerk.

Laut Verband stammen zwei der Betroffenen aus Mecklenburg-Vorpommern, einer kommt aus Nordrhein-Westfalen.

Dem »Nordkurier« zufolge ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft in fünf weiteren Fällen wegen Rechtsextremismusverdachts. Der Verband wolle jedoch zunächst die Ergebnisse abwarten und dann entscheiden, ob auch diese ehemaligen Soldaten der Bundeswehr ausgeschlossen werden. Sie sollen der sogenannten Prepper-Szene angehören, die nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz in der vergangenen Woche bundesweit überwacht werden.

Auf Anregung von Mecklenburg-Vorpommern wollen sich die Länder einen Überblick über die »Prepper« verschaffen. Der Begriff Prepper ist vom Englischen »to be prepared« (vorbereitet sein) abgeleitet. »Prepper« wollen für den befürchteten Zusammenbruch der staatlichen Ordnung gewappnet sein und legen sich dafür nicht selten auch in Form von Waffen Vorräte zu.

Seit 2010 erfolgten im Reservistenverband bislang 35 außerordentliche Kündigungen wegen rechtsextremer Aktivitäten. Laut Bundesverteidigungsministerium entließ die Bundeswehr zwischen 2012 und 2016 insgesamt 18 Mitarbeiter wegen Rechtsextremismus.

Lesen Sie auch: Ein Oberleutnant und der Kampf um Traditionen – Anmerkungen zur Entlassung des Rechtsextremisten Franco A. aus der Untersuchungshaft und dem Geist der Bundeswehr

Der aktuell bekannteste Fall eines Neonazis in der Bundeswehr ist Franco A. Erst am Dienstag erhob die Bundesanwaltschaft Anklage gegen den Bundeswehroffizier. Er stehe im Verdacht, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben, erklärte die Behörde in Karlsruhe. Franco A. habe »aus einer völkisch-nationalistischen Gesinnung heraus« einen Anschlag auf das Leben hochrangiger Politiker und anderer Personen geplant, die aus Sicht des Angeschuldigten für flüchtlingsfreundliches Engagement bekannt waren. Agenturen/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen